One is the loneliest number! Was tun Sie als Female Leader dagegen?

One is the loneliest number! Was tun Sie als Female Leader dagegen?

23. November 2023

Als ich mit Dreißig das erste Mal in einen Vorstand einzog, habe ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man sich nur vorstellen kann.

Zwar war ich inhaltlich super vorbereitet, hatte meine Slides 10 x umgeschrieben & ein maximal konservatives Kostüm gekauft.

Aber das war es.

Ich war weder darauf eingestellt, dass meine
– sieben männlichen Vorstandskollegen ihre Unterhaltung mitten im Satz stoppten,
– noch dass sich zwei hektisch ihr Jackett wieder anzogen
– oder einer laut fragte:

„Wird jetzt jede Vorstandssitzung ANDERS, also verdammt anstrengend?“

Dass ich die Situation mit einem derben Witz aufzulösen versuchte, für den ich heute eine Abmahnung erhielte, gehört zu den peinlichsten Momenten meiner Karriere.

Seither weiß ich, was „One is the loneliest number” wirklich heißt.

Die so betitelte McK-Studie ist zwar von 2019.

=> https://www.mckinsey.com/featured-insights/gender-equality/one-is-the-loneliest-number

Aber um 180° hat sich noch nichts gewendet.

Was das Leben als „Einzige“ an der Spitze bedeutet, höre ich täglich von meinen Klientinnen.
Weiter ist mehr als jede Fünfte auf Top-Management-Ebene die „Einzige“ im Raum.
Bei Frauen in technischen o. ingenieurwissenschaftlichen Bereichen steigt die Zahl auf 45%.

Ja, offiziell suchen alle Unternehmen breit nach mehr weiblichen Führungskräften.

Denn, wie hat es Lea-Sophie Cramer in einem LinkedIn-Post noch einmal zusammengefasst:

👉 Wir profitieren von 30% besserer Teamleistung in einem diverseren Umfeld
(Q: Harvard Business Review)

👉 Unternehmen mit hoher Gender-Diversität haben eine um 25% größere Wahrscheinlichkeit, überdurchschnittlich profitabel zu sein
(Q: McKinsey)

👉 19% höherer Umsatzanteil, der durch Innovation generiert wird
(Q: Harvard Business Review)

👉 44% höhere Loyalität bei Teammitgliedern in Unternehmen mit mehr Frauen in Führung
(Q: Lean In)“.

Jetzt kann „man“ die Achseln zucken & sagen: „Oben ist die Luft halt dünner. Da müssen Frauen durch!“

Aber müssen Frauen da wirklich alleine durch?
Müssen sie Fettnäpfe in Kauf nehmen so wie ich damals?

Vier Gründe, wie Executive Sparring hier helfen kann.

1. Ein seniorer Sparringspartner ist immer mehr als nur ein Ratgeber

Er/sie ist ein Spiegel der eigenen Führungspersönlichkeit, bietet Raum zur Reflexion und spielt alle relevanten Szenarien durch.
Eben bis man wirklich sattelfest ist…

2. Garaus für das verflixte Impostor-Syndrom

Selbst berühmte Frauen wie Michelle Obama o. Natalie Portman litten laut HBM am „Hochstaplersyndrom“, und gilt das laut KPMG für 75% (!?) aller weiblichen Führungskräfte.
ABER:
Warum dieser Schere im Kopf nicht gezielt in den Hintern treten?

3. Strategische Karriereplanung

Männer spielen seit Jahrhunderten „Alphaschach“.
Viele Frauen empfinden das immer noch als schmierige Schiebung.
ABER:
Warum nicht mit einem neutralen Dritten die eigenen Karrierepfade formen, um auf lange Sicht erfolgreich zu sein.

4. Booster für die persönliche Entwicklung

Der richtige Sparringspartner auf Augenhöhe unterstützt dabei, die eigenen persönlichen Stärken zu erkennen und gezielt weiterzuentwickeln.
Auch der bessere Umgang mit Stress gelingt. So bleibt man auch unter Druck leistungsfähig.

Fazit: Warum sich einen Karrierenachteil einhandeln, wenn Top-Männer schon lange auf ihre Consiglieres setzen?

Und Sie?
Was tun Sie gegen das Gefühl „𝗢𝗻𝗲 𝗶𝘀 𝘁𝗵𝗲 𝗹𝗼𝗻𝗹𝗶𝗲𝘀𝘁 𝗻𝘂𝗺𝗯𝗲𝗿”?

Hier finden Sie mehr Informationen, wie wir Sie als Female Leader durch Executive Sparring unterstützen können.

PS: Hier geht es zu meinem entsprechenden LinkedIn-Post, den mittlerweile mehr als 80.000 Menschen gelesen haben. Die Diskussion in den Kommentaren ist interessant.


Autorin: Susanne Mathony

Susanne Mathony
Susanne Mathony

Die Positionierung von Marken und Menschen sind meine Leidenschaft. Seit mehr als zwei Jahrzehnten lebe ich mit CEO-Positionierung, strategischer Marketing- und Kommunikationsberatung, PR und Business Storytelling meine Berufung aus.
Hinzugekommen ist 2014 die Social Media-Beratung. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem #SocialCEO sowie dem Personal Branding und -Positioning von Vorständen und Teams auf LinkedIn.Meine Heimat ist Professional Services. Auf GSA- und EMEA-Ebene arbeitete ich u.a. für AlixPartners, Andersen Consulting (heute Accenture), Strategy& sowie Russell Reynolds Associates.
Als Politologin und ausgebildete Journalistin startete ich meine Karriere in einem Think Tank in Washington D.C..


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