Sind Sie in Ihrer Positionierung wie ein Schweizer Taschenmesser?

Sind Sie in Ihrer Positionierung wie ein Schweizer Taschenmesser?

14. März 2023

Quelle: Unsplash, Paul Felberbauer

Warum ich bei Positionierungen zuweilen provoziere.

Gestern bin ich einem CEO unelegant auf die Zehen getreten.

Ich habe gefragt:
„𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗦𝗶𝗲 𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇𝗲𝗿 𝗧𝗮𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻𝗺𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿?
𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗦𝗶𝗲 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗬𝗮𝗻𝗮𝗴𝗶𝗯𝗮, 𝗲𝗶𝗻 𝗵𝗼𝗰𝗵𝘄𝗲𝗿𝘁𝗶𝗴𝗲𝘀 𝗦𝗮𝘀𝗵𝗶𝗺𝗶 𝗠𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿?“

Mit dieser Frage provoziere ich immer wieder Vorstände oder Senior-Partner im Professional Services zu Beginn unserer Positionierungsprojekte.

Sie sind in den Regel wirklich exzellent in sehr vielen verschiedenen Bereichen.

Manche sogar beeindruckend brillant.

Sie haben extrem viel Erfahrung, haben in den unterschiedlichsten Positionen gearbeitet und über Branchen und Unternehmensgrößen hinweg in großem Umfang Entscheidungen getroffen.

Und ja, ich weiß.

Ihr Erfahrungsrucksack ist vollgepackt mit Skills, die jedes Unternehmen braucht.

Sie sind wie ein Schweizer Taschenmesser.

Sie leisten vieles.

Doch das Problem dabei ist:
❌ 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘇𝗲𝗿 𝗧𝗮𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻𝗺𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗲𝘅𝘁𝗿𝗲𝗺 𝘀𝗰𝗵𝘄𝗲𝗿 𝘇𝘂 𝗽𝗼𝘀𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻!

Warum?

Man/frau kann vielleicht sehr viel, sollte aber eben nicht über ALLES in den Leitmedien und auf LinkedIn sprechen.

Das ist nicht vertrauenerweckend.

Unternehmen werden so nicht zu starken Marken, sondern verschwinden – mal leise, mal laut – vom Markt.

Vorstände und Top-Entscheider werden so nicht zur glaubwürdigen Personenmarke.

Sie stehen für alles und damit nichts!

Dabei hebt eine eindeutige Positionierung von der Konkurrenz ab und differenziert „messerscharf“ .

Denn:
𝗗𝗶𝗳𝗳𝗲𝗿𝗲𝗻𝘇𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 = 𝗞𝗼𝗺𝗽𝗹𝗲𝘅𝗶𝘁ä𝘁𝘀𝗿𝗲𝗱𝘂𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻.

Was bedeutet das für Ihre eigene Positionierung?

Auch wenn Sie vieles können:
✔️ 𝗞𝗼𝗻𝘇𝗲𝗻𝘁𝗿𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗦𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗳 𝗲𝗶𝗻𝗶𝗴𝗲 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴𝗲 𝗞𝗲𝗿𝗻𝗮𝘂𝘀𝘀𝗮𝗴𝗲𝗻!

Dieses ist auch ein Tipp in unserem Leitfaden:
Der Social CEO: Starke Argumente für die digitale Sichtbarkeit„.

In der Kakophonie der Botschaften, die heute auf uns einprasseln, ist es essenziell, durch Klarheit bei den wichtigsten Zielgruppen hervorzustechen.

Wie las ich gestern in meinem LinkedIn-Feed:

KLARHEIT IST WICHTIGER ALS CLEVERNESS❗️

Welches Messer sind Sie also?
Das Japanische oder das Schweizer?

Bzw. anders gefragt:

Was hält Sie noch von spitzen Statements in Ihrer Pressearbeit oder auf LinkedIn ab

Falls Sie Ihre Stimme noch nicht gefunden haben, lassen Sie uns telefonieren!


Autorin: Susanne Mathony

Susanne Mathony
Susanne Mathony

Die Positionierung von Marken und Menschen sind meine Leidenschaft. Seit mehr als zwei Jahrzehnten lebe ich mit CEO-Positionierung, strategischer Marketing- und Kommunikationsberatung, PR und Business Storytelling meine Berufung aus.
Hinzugekommen ist 2014 die Social Media-Beratung. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem #SocialCEO sowie dem Personal Branding und -Positioning von Vorständen und Teams auf LinkedIn.Meine Heimat ist Professional Services. Auf GSA- und EMEA-Ebene arbeitete ich u.a. für AlixPartners, Andersen Consulting (heute Accenture), Strategy& sowie Russell Reynolds Associates.
Als Politologin und ausgebildete Journalistin startete ich meine Karriere in einem Think Tank in Washington D.C..


Unsere Newsbeiträge, die Sie zum Thema interessieren könnten:

66 Tipps zu Personal Branding auf LinkedIn
CEO Reputation: Schlüssel zum Unternehmenserfolg | Mathony Brand Strategists
CEO-Reputation: Enorme Chance und viele Herausforderungen
Der erfolgreiche Social CEO kennt die starken Argumente für die digitale Sichtbarkeit
Der erfolgreiche Social CEO: Starke Argumente für die digitale Sichtbarkeit