„Mit McKinsey zum MacGyver“ – Die Casual Friday-Kolumne von Harald Ehren

Die Casual Friday-Kolumne von Harald Ehren

Mit McKinsey zum MacGyver

9. Dezember 2022

Ich liebe Lifehacks. Sie auch?

Im Netz werden sie treffend definiert als: „Erleichterung des Alltags, oft basierend auf einem kreativen Ansatz zur Lösung und zum Umgang mit den Unwägbarkeiten des Lebens, Strategien oder Aktivitäten.

Lifehacks dienen demnach dazu, ein Problem zu lösen und das Ziel auf ungewöhnliche Weise zu erreichen oder die Effektivität – manchmal sogar die Effizienz – zu steigern.

Sie sollen den Alltag leichter machen. Mein Alltag besteht aber nicht aus Problemlösungen wie dem Kleinschneiden von Zwiebeln oder dem Öffnen von Bierflaschen mit dem Sicherheitsgurt (was übrigens zu den Top 10 der besten Lifehacks der Welt gehört).

Mir geht es mehr um VUKA und Lösungen für so viel Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Die bedeckt wahrscheinlich auch Ihr Leben wie die feine Schicht des ersten Schnees im Dezember.

Und da kommt – nein – nicht MacGyver, sondern McKinsey ins Spiel!

Die Unternehmensberatung hat kürzlich in einem Artikel sechs Problemlöser vorgestellt – sozusagen C-Level-Life-Hacks. Darunter waren latschige Kamellen, aber auch wirklich erhellende. Unter der Überschrift „What matters most? Six priorities for CEOs in turbulent times“ legen die beiden Autoren den Finger in die Wunde. Sie machen deutlich, woran es unseren Unternehmensführern mangelt – und wie sie es besser machen können. So etwas wie ein Mindchange-Lifehack.

Die alte Leier ist übrigens Resilienz. Wer als Chef oder Befehlsempfänger nicht schon Resilienz gegen die VUKA-Unwägbarkeiten aufgebaut hat, wird es nimmer tun. Wo McKinsey – zumindest im Artikel – auf MacGyver trifft, ist die Priorisierung einer einfachen, aber mühsame Tugend: Mut.

Wenn die Warnlampen aufflackern, ist die Versuchung groß, sich zurückzuziehen, Initiativen zu verschieben und Wachstumspläne zurückzuschrauben, analysieren die Autoren. Das ist verlockend, aber falsch. Der Lifehack hier: Ambidextrie – also beidhändiges Vorgehen. Besonnen mit den negativen Aspekten umgehen und gleichzeitig mutig die positiven Aspekte verfolgen.

Denken Sie an das nächste Jahrzehnt, nicht an den nächsten Monat.

Es geht darum, Chancen neu zu überdenken und das Spielbrett neu zu gestalten. Die McKinsey-Berater zitieren einen CEO: „Ich will unsere Leistung nicht mit der der Branche vergleichen – ich will die Branche neu erfinden.

Für mich als umerzogenen Linkshänder ist Ambidextrie nicht schwer. Ich kann mit links und mit rechts schreiben. Sehr effektiv – mitunter sogar effizient – im Sinne eines Lifehacks.


Autor: Harald Ehren

Harald Ehren
Harald Ehren

Ich mag Menschen und Marken. Deshalb ist die Positionierung von Unternehmen und ihren Lenkern meine Passion. Als Kommunikations– und Contentmarketing-Experte sowie erfahrener Journalist verfüge ich über eine exzellente Vernetzung und hohe Reputation in den Medien und bei „Influencern“ – auch, weil ich es verstehe, Unternehmen und Marken in ihrer Medialität zu begleiten und journalistisch zu führen.

Meine journalistischen Stationen sprechen für sich: Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.), manager magazin, Gründer der Financial Times Deutschland (FTD) und zuletzt Chefredakteur der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ). Aktuell bin ich im CHW Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten aktiv. Erfahrungen als Head of Corporate Communication der SIXT AG, der LIQID Investment GmbH und der fischerAppelt AG verweisen auf mein breites Spektrum.

Dreh- und Angelpunkt meiner strategischen Beratung und operativen Arbeit ist eine narrative Markenstrategie. Diese positioniert den oder die CEO in der Kommunikation mit den (sozialen) Medien, Kunden sowie Share- und Stakeholdern optimal für die Zukunft.